Schlagwort-Archive: Knaur

Männer sind anders, Autos auch

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Das Buch war ein richtiger Sommerhit und stand wochenlang auf der Bestsellerliste. Damals war die Welt für den ADAC noch sonnengelb und der Himmel blau. Ich hatte viel Spaß beim Schreiben – und kann, ohne rot zu werden, behaupten, einen echten Engel zu kennen.

Nachfolgend einige Textauszüge aus Männer sind anders, Autos auch

… Als ich in Memmingen ankomme, ist dichter Nebel aufgezogen. Ich wähle die im Display notierte Handynummer mit ausländischer Vorwahl meines nächsten Havaristen. „Kommen Sie, wir warten“, tönt eine raue Stimme mit vielleicht osteuropäischem Akzent aus der Freisprechanlage. Weiterlesen

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Beim Schreiben dieses Buch habe ich nicht nur sehr viel gelernt, sondern auch sehr viel gelacht. Corinna Kammerer hat eine unnachahmliche Art, von Computern und ihren Angehörigen zu erzählen. Leider konnte sich der Verlag nicht mit unserem Wunschtitel anfreunden, der gelautet hätte: Die Computer-Nanny.

Nachfolgend zwei Textauszüge aus den ersten Seiten Drücken Sie alle Tasten gleichzeitig

Nichts geht mehr

„Da sind Sie ja endlich! Hier drehen alle schon durch!“

Mit diesem Satz werde ich häufig begrüßt. Manchmal schmeichelt er mir, manchmal empfinde ich ihn als Last. Es kommt auf den Tonfall an. Und der hängt wiederum davon ab, wie lange jemand an einer plötzlich über Nacht verschollenen Doktorarbeit saß, wie viele Rechner an einem amokenden Netzwerk hängen, wie dringend eine Mail erwartet wird. Wo Computer sind, gibt es auch Katastrophen … und natürlich die lieben Angehörigen der Computer. In Extremfällen offenbart sich der wahre Charakter eines Menschen. Ein Computerproblem ist immer ein Extremfall. Darunter leide nicht nur ich, sondern auch die Geräte. Hin und wieder begegnet mir eine Beule im Gehäuse. Weiterlesen

Partner auf Leben und Tod

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Vier Diensthunde haben den Polizisten und Hundeführer Elmar Heer in seinem Polizeialltag begleitet. Er erzählte mir die spannendsten  Geschichten, die er mit seinen vierbeinigen Ermittlerkollegen erlebte, die in so manchem Fall ihr Fell für ihn riskierten.

Nachfolgend Textauszüge aus Partner auf Leben und Tod

Nebenjobs eines Hundeführers

Wer sich mit Hunden auskennt, weiß auch mit anderen Tieren umzugehen. Dieser Meinung sind die meisten Funksprecher der Einsatzzentrale und beordern uns Hundeführer zu Einsätzen, bei denen Pfoten keine Rolle spielen. Wie in diesem Spätdienst: „Ein großer Hund läuft auf dem Seitenstreifen der A 73, Höhe Anschlussstelle Fürth-Poppenreuth.“ Gefährlich nicht nur für den Hund, sondern auch für die anderen Verkehrsteilnehmer. Immer wieder kommt es zu Unfällen durch Ausweichmanöver oder fürsorgliche Autofahrer, die anhalten und ein Tier retten wollen. Weiterlesen

Das Glück geht nicht zu Fuß

41ReJCurufL._SL160_ 2Eigentlich nur ein kleiner Routineeingriff – doch als Ines Kiefer aus der Narkose erwacht, spürt sie ihre Beine nicht mehr.  Auch diese Frau hat mich nachhaltig beeindruckt. Sie gehört zu den fröhlichsten Menschen, die mir jemals begegnet sind. Mittlerweile hat sie zwei Kinder und alle ihre Träume verwirklicht. Sie modelt sogar. Ines Kiefer weiß, wie das mit dem Glück geht, nein fährt. 

Nachfolgend ein Textauszug aus Das Glück geht nicht zu Fuß, in dem Ines Kiefer erfährt, dass sie ab der Brustwirbelsäule gelähmt ist.

Als ich wieder bei Bewusstsein war, lag ich auf der Intensivstation. Dass ich mich in Bayreuth befand, ahnte ich nicht. Schließlich war ich 200 km entfernt von meiner neuen Heimat in Narkose versetzt worden – und fliegen konnte ich nicht … oder doch? Weiterlesen

Der Verhör-Spezialist

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Eine Ghostwriterei, in die ich „meinen“ Kriminalhauptkommissar Felix Tixel hineingeschrieben habe, der ja ebenfalls bei der Kripo in Fürstenfeldbruck arbeitet. Manchmal denk ich, wenn ich ihn nur oft genug in wahre Bücher schreibe … irgendwann gibt es ihn in echt. Dieter Bindig, der echte Kriminalhauptkommissar, hat mir erzählt, wie es bei der Kripo wirklich zugeht.

Nachfolgend ein Textauszug aus dem Buch Der Verhör-Spezialist

Ein Messer, fünf Männer, eine Frau und eine Brücke

Es war ein heißer, trockener Sommer gewesen, und obwohl sich den viele gewünscht hatten, jammerten alle. Auch nun, wo an den Abenden allmählich eine feuchte Kühle vom Fluss in die Stadt zog, wurde gejammert. Weil der Sommer viel zu schnell in den Herbst kippte. Weil es schon merklich früher dunkel wurde. Wer abends Eis essen ging, nahm eine Jacke mit in diesen ersten Septembertagen. Weiterlesen

Heimatroulette

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Durch 160 Länder ist sie gereist, weil sie wissen wollte, woher sie stammt. Ich durfte Sarah Fischer begleiten auf ihrer Suche nach ihrer Herkunft.

Nachfolgend der Anfang von Heimatroulette

Prolog

„Ätsch, bätsch, das ist gar nicht deine Mama!“

Ich war vier Jahre alt, und wie jedes Kind wünschte ich mir, so zu sein wie alle. Dazuzugehören.

„Chinese, Chinese!“

Der dicke Junge aus dem Nachbarhaus war, wenn er Glück hatte, eine dicke Nudel. Wenn er Pech hatte: ein Fettsack. Er konnte abnehmen. Ich konnte mir die Haut nicht vom Körper schälen.

„Deine Mama sieht ganz anders aus als du, ätsch, bätsch!“

Meine Mama war die schönste Mama der Welt. Ihre Augen waren blau und ihre Haare blond. Meine Augen waren dunkel und meine Haare auch. Und dann war da noch etwas mit meinen Augen. Sie waren Schlitze. Niemand von den anderen Kindern hatte Schlitze, keine Mama und kein Papa meiner Spielkameraden. Die Schlitze gingen nicht weg. Egal, wie ich zog und bog. Meine Augen wurden nicht rund wie die der anderen. Weiterlesen

Die Tatortreinigerin

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Auch für Antje Schendels Buch brauchte ich starke Nerven. Ich schrieb es übrigens ohne Gummihandschuhe.

Nachfolgend einige Textauszüge aus der Tatortreinigerin

 Der Geruch des Todes

Wenn ich ein Haus betrete, in dem kürzlich ein Mensch gestorben ist, dann rieche ich das. Mittlerweile kann ich sogar Todesarten olfaktorisch unterscheiden. Meine Nase ist sehr fein, und ich erkenne den Drogentod an seiner Note. Er hinterlässt eine andere Geruchsspur als die Rückstände eines natürlich verstorbenen Menschen. Einen meiner schlimmsten Geruchsfälle erlebte ich in einer Wohnung in Essen. Der Körper hatte sich komplett aufgelöst, der Bestatter hatte lediglich das Rückgrat und die Schädelkochen mitnehmen können, alles andere war verflüssigt. Weiterlesen