
Ich finde das unverzeihlich! Als Hund werde ich diskriminiert, obwohl ich so fleißig bin in meinem Job als Muse der Schriftstellerin. Mein Kumpel legt sich hin, ich sitze – und wer macht keine Anstalten, auf den Fingerzeig zu reagieren: Das Reh.

Ich finde das unverzeihlich! Als Hund werde ich diskriminiert, obwohl ich so fleißig bin in meinem Job als Muse der Schriftstellerin. Mein Kumpel legt sich hin, ich sitze – und wer macht keine Anstalten, auf den Fingerzeig zu reagieren: Das Reh.

Wie diesem brutalen Massaker an unschuldigen Stöckchen zu entnehmen ist, korrigieren wir gerade eine blutige Szene.

Ich habe geträumt von blühenden Wiesen und einem See, der nicht zugefroren war. Ich habe geträumt von summenden Bienen und warmer Erde an meinen Ballen. Ich habe geträumt, dass der falsche Hund, der mein Zweibein ist, nackte Arme hatte, die schmeckten salzig. Es gibt Träume, die sich erfüllen. Nach dem Sommer ist vor dem Sommer.

Jetzt muss ich auch noch Pilze suchen! Nachdem ich schon dauernd auf die Buchstabenfährte geschickt werde. Mir ist schon ganz schummrig. Vielleicht hätte ich die Dinger nicht anknabbern sollen?
Allmählich mache ich mir Sorgen um meine Chefin. Ob sie Depressionen hat? Täglich hockt sie auf dem Sofa und starrt in diesen Kasten. Sie ächzt und stöhnt und schreit. Ob sie Schmerzen hat? Dort im Kasten laufen lückenhaft bekleidete Herren mit erhöhter Speichelabsonderung hinter einem Ball her. Ob sie verrückt sind? Denn sie apportieren ihn nicht. Beißen nicht mal rein. Laufen immer nur hinterher. Öfter mal fällt einer hin. Ein anderer pfeift ständig. Aber niemand bleibt stehen oder kommt her. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Vielleicht muss ich mich selbst mal in einen Kasten setzen, um ihre Aufmerksamkeit zurückzugewinnen? Als Muse kann ich nicht nur Elfmeter, ich kann auch Zwölfmeter!

Liebe Fährten-Follower,
wir würden es natürlich einfacher hundhaben. Einmal geschnüffelt, alles klar.
Die DSGVO findet es pfui, Blogartikel über den Dienst Feedburner (von Google) zu abonnieren. Deshalb habe ich den verbuddelt. Was nicht heißt, dass ihr mich aussetzen müsst. Wie & und wo das geht erfahrt ihr hier …

Zweibeiner sagen, sie können sich nicht riechen. Das heißt nicht etwa Nasenstau, sondern dass sie sich nicht mögen. Ich finde nicht, dass das Reh so riecht, dass ich es mögen müsste. Und es setzt sich ja auch nicht hin. Immer eine Extrawurst diese Zicke. Aber ich mag das Reh trotzdem, weil meine Chefin es mag. Die Zweibeiner sagen manchmal, irgendwie kennt jeder jeden und die Welt ist klein. Also muss man auch jemanden kennen, der den, den man nicht mag, doch mag. Das ist dann Rehligion.

Und, was glaubst du, wie lang dauert es noch, bis wir endlich da sind?
Wo, da?
Na, da, wo da ist. Wo wir aussteigen dürfen.
Wo jetzt?
Na, da.
Nada?
Nix da.
Wo ich bin, ist da.
Weißt du, dass “da” auf Russisch ja heißt.
Wie da.
Da da.
Dada?

Neulich wischte ein Minizweibein über mein Gesicht, um es zu vergrößern. Leute, ich bin kein Touch-Pad. Ich bin ein Pet. Zu deutsch Haus-Tier. Und vergrößern kann ich mich nur selbst, aber das ist eine andere haarsträubende Geschichte.

Ich hab doch gesagt, links.
Aber links ist Fuß. Und der Fluss ist rechts.
Auf der Karte riecht es eindeutig nach links.
Warum haben wir uns dann verlaufen?
Weil du wieder mal keinen nach dem Weg fragst.
Und jetzt?
Schalten wir das Nasi ein.