Schlagwort-Archive: Gassi

Smombiealarm: Gassi ohne Handy und Fuß

Der Hund der Autorin Michaela Seul, der auch einen Hundeblog führt unter www.flipper-privat de klettert auf einen Baum

Vor Smombies kann man sich nur in Sicherheit bringen. Nix wie weg!

Ich geh bei Fuß. Sie geht bei Handy. Wir leben beide gefährlich. Ich,  wenn sie abrupt die Richtung ändert und sie, wenn sie mal wieder an einen Laternenpfahl knallt. Wir beide, weil sie auf mich drauflatscht. Ich will ein Zweibein, keinen Smombie! Die schönsten Gassis sind die ohne Handy und Fuß.

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Warum Hunde nicht folgen

 

Miss Lomax streckt dem Betrachter die Zunge raus, das kann sie sich leisten als Autorin eines Hundeblogs, den sie unter www.flipper-privat.de in Zusammenarbeit mit ihrem Frauchen Shirley Michaela Seul verfasst

Herrchen und Frauchen stehen am Wiesenrand und rufen. Keine Sau kommt. Und der Hund kommt auch nicht. Warum wohl? Darüber wurden sehr viele Bücher geschrieben. Ich kann das nicht mehr mitansehen, wie viel Gassizeit durch Lesen verschwendet wird, deshalb hier die Wahrheit: Manche von uns mögen ihre Namen nicht. Ein Hund, der gern anders heißen würde, kommt doch nicht, wenn er mit einem Namen gerufen wird, den er nicht akzeptiert. Stell dir mal vor, du Zweibein, du würdest Neidhard heißen oder Schrottpresse. Würdest du da noch dazu in der Öffentlichkeit zu erkennen geben, dass du gemeint bist, wenn jemand ruft?

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Rotpfote

Der Hund der Schriftstellerin Michaela Seul namens Miss Lomax legt seine Pfote auf das Apple MacBook Air der Schriftstellerin, flipper-privat.deZuweilen muss ich schon mal den Rotstift zücken, also meine Pfote draufhalten, damit sie mir meine Texte nicht kaputt macht. Während sie schläft, gebe ich ihr Inspirationen ein, die sie morgens beim Aufwachen natürlich für ihre eigenen Ideen hält. So weit so gut. Aber wenn sie sich dann einmischt und etwas anderes schreibt als ich ihr nachts diktiert habe, muss ich schon mal auf die Tastatur hauen. Und mich danach schimpfen lassen. Egal, Hauptsache, der Text ist weg und wir gehen Gassi. Mit frisch gelüftetem Kopf schreibt sie am besten.

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Wedelnde Weihnachten!

Urlaub kennt die Muse nicht. Auch Weihnachten sind wir fleißig. Aber Schreiben ist ja keine Arbeit, sondern das pure Glück. Meint die Chefin. Na, und wenn sie froh ist, bin ich es auch. Wir wünschen euch schöne Feiertage. Volle Näpfe, tolle Gassis, spannende Bücher und allzeit Grund zum Wedeln.

Hund am Computer, Miss Lomax korrigiert die Texte von Michaela Seul, flipper-privat.de

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I love i-phone

Ich bin so froh, dass wir im Funkloch wohnen und dort auch öfter Gassi gehen. Mir tun meine Artgenossen leid, deren Menschen von dieser entsetzlichen Stechkrankheit befallen sind. Sie müssen ständig ihre Werte ablesen, also nicht wie wir es tun, wenn wir mit den Nasen über die Erde scrollen, sie schauen in diese kleinen Kästchen in der Hand und kommen schlecht drauf.  Dabei sollte man beim Nachrichten lesen immer gut draufkommen. Bildschirmfoto-2013-08-14-um-08.17.01  Sie tun mir so leid, ich weiß auch nicht, wie man die heilen kann. Dankbar bin ich, dass wir im Funkloch wohnen. Und wenn sie mich anschaut, wedle ich jetzt immer besonders stark, damit sie merkt, dass sie an meiner Rute das ganze  schöne Leben ablesen kann. Und bruchsicher ist die auch.

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Schnüffeleien

Neulich erzählte sie einer Frau, die wir zufällig beim Gassi trafen, und die in ein hysterisches Lachen ausbrach, als ihr Hund mit mir Kontakt aufnahm, dass sie das früher auch manchmal peinlich gefunden habe. Peinlich hat sie es genannt. Wobei ich natürlich weiß, dass das nicht stimmt. Sie hat das Wort gewählt, weil es der Frau so offensichtlich peinlich war, was Hunde tun. Sehen sich kaum in die Augen und schnüffeln schon. Da hinten rum. Gegenseitig. Peinlich! Am schlimmsten, wenn andere zusehen. Immer nur hinten rum. Von dem, was sie da erschnüffeln, hängt ihr weiteres Verhalten ab. Ob Freund ob Feind, ob spielen oder weitergehen, ob folgen oder durchbrennen.

Ja, aber ist das bei euch denn so anders? Ihr schnuppert nicht hinten rum, ihr denkt hinten rum. Zweibeiner begegnen anderen Zweibeinern und taxieren. Sie schnüffeln nicht. Also nicht mit der Nase. Sie schnüffeln mal kurz die wichtigsten Fakten ab. Alter, Kleidung, Status, Aussehen, Auto- und Handymarke werden mit den gespeicherten Vorurteilen und Meinungen und natürlich der derzeitigen Bedarfslage abgeglichen. Das Urteil ist in Bruchteilen von Sekunden fertig. Und entscheidet über das weitere Vorgehen. Das ist nicht pfui, sondern zivilisiert. Auch die Duftnoten, mit denen manche Menschen andere auf sich aufmerksam machen wollen, sind zivilisiert, obwohl sie eigentlich genau das erreichen wollen, was bei Hunden pfui ist. Aber natürlich unauffällig und teuer.

Hunde schnuppern im Gras, Luna und ihre Freundin, flipper-privat.de So wie das kürzlich in der Nase entdeckte Wunderorgan, mit dem Menschen auch sexuelle Duftstoffe anderer Menschen wahrnehmen können. Mit diesem Wunderding, so die Wissenschaft, würde jeder Mensch zudem herausfinden, welcher Partner am besten geeignet sei, sich mit ihm fortzupflanzen. Es kommt dabei auf die perfekte Ergänzung des eigenen Immunsystems an, um dem gemeinsam erzeugten Leben eine optimale Ausstattung mit auf den Weg zu geben. Eine kluge Sache, dieses Wunderding in der Nase. Was in Hunden an Wundern versteckt ist, weiß kein Zweibeiner. Und was Moira und ich da lesen, wird euch für immer verborgen bleiben.

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Freilauf im Zaun

Sie ist wieder da! Und was bringt sie mir mit? Keine Knochen, keine Berliner Luft, ein Foto!  Ich soll mal sehen, wo die Hunde dort Gassi gehen. Auf dem Tempelhofer Feld haben sie ein eingezäuntes Freilauf-Gelände. Und was soll ich damit anfangen? Dankbar sein, dass es bei uns keine Zäune gibt? Oder müsste sie nicht eher dankbar sein, weil ich trotz fehlender Zäune immer schön da bleibe?

Hunde auf dem Tempelhofer Feld in Berlin, flipper-privat.de

Manchmal sind die Zweibeiner wirklich schwer zu verstehen. Trotzdem ist es wunderbar, dass sie wieder da ist. Sie hat viel Material gesammelt in Berlin bei der blinden Anwältin, über die sie nun ein Buch schreibt. Hoffentlich kommt sie nicht auf die Idee, jetzt mit mir Blindenhund zu spielen. Ich finde nämlich, ich hab schon genug Jobs als Muse, da muss ich nicht auch noch für ihre Sicherheit sorgen. Aber sollte sie mal über ein paar Buchstaben stolpern, bin ich ihr wie immer gern behilflich.

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Das geteilte Jetzt

Zwei Hunde im Bach, Luna und ihre Hundefreundin, flipper-privat.de

Ich würde gern öfter mit manchen meiner Kumpels Gassi gehen, doch die Zweibeiner leiden häufig an etwas, das sie Terminschwierigkeiten nennen. Dann telefonieren sie stundenlang – da könnte man sich längst getroffen haben – und versuchen, einen Termin zu finden, an dem es dann regnet. Meine Chefin sagt nie ab, sie ist zum Glück nicht aus Zucker. Andere sagen schon manchmal ab.

Moira hab ich lang nicht gesehen, sie ist schon wieder im Urlaub. Wenn wir uns wiedersehen, müssen wir allerdings nicht stundenlang quatschen, was seit dem letzten Treffen geschah, so wie die Zweieiner, die hinter uns herlaufen. Wir fetzen über die Wiesen und alles ist klar. Es gibt nichts Verbindenderes, als das geteilte Jetzt.

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Holz vor der Hütte

Arbeitshund sammelt fleißig Holz, Lunas Haufen, flipper-privat.de

Das ist mein Haufen. Also das, was sie draus gemacht haben. Natürlich waren die Stämme dicker und länger. Er hat sie klein gemacht. Ne, nicht mit den Zähnen, wie es ein echter Kerl tun würde Mit einer Säge.  Er kann es wohl nicht verkraften, was ich an Stöckchen so Tag für Tag aus dem Wald schleife. Bloß damit sie es warm haben im Winter. Und ich plane langfristig. Den ganzen Sommer über schleppe ich Holz aus dem Wald. Von wegen, Hunde würden nur im Jetzt leben, ich lebe vorausschauend jetzt schon im nächsten Winter.

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