
Also ich hätte nicht so hoch hinauf gemusst. Aber Zweibeiner fühlen sich dann wohl ihrem Gott so nah. Mal unter uns: Wie heißt Hund auf englisch? Und das jetzt rückwärts gelesen? Noch Fragen?

Also ich hätte nicht so hoch hinauf gemusst. Aber Zweibeiner fühlen sich dann wohl ihrem Gott so nah. Mal unter uns: Wie heißt Hund auf englisch? Und das jetzt rückwärts gelesen? Noch Fragen?

Das sind wir heute. Ein Dutzend Sommer im Herzen. Und weißt du noch … das waren wir damals:
Wären wir Zweibeinerinnen, würden wir vielleicht voneinander denken: Puh! Ist die alt geworden! Die hat ja Damenbart und Zelludingsbums und so weiter gar nicht heiter. Ist uns wurscht, Hängeohren hatten wir schon immer und das Leben ist schön. Gewesen und jetzt.


Leute, das ist nicht igitt, das ist Chemie!
Auch als Seniorin lese ich hoch konzentriert die Zeitung Uferweg. Im Vergleich zu euch brauche ich aber keine Brille, sondern setze mein In-Mouth-Chemielabor ein. Ihr habt das auch, aber ihr habt mal wieder keine Ahnung, denn bei euch Zweibeinern ist das Jacobsche Organ verkümmert und stillgelegt. Die rudimentären Reste könnt ihr noch fühlen, am besten mit der Zungenspitze: ein kleiner Hügel hinter unseren Schneidezähnen. Doch so aufwändige Untersuchungen wie wir Vierbeiner durchführen, sind euch nicht möglich. Deshalb seht ihr auch nie so aus wie ein Hund, dessen Chemielabor gerade geköchelt wird.

Wenn ich dir meine Geschenkidee in den Schnee gelegt hätte, wär sie nass geworden. Ein roter Teppich wär vermutlich angebracht, doch woher weiß ich, dass der wirklich rot wäre … diese Farbe kommt in einem Vierbeinerleben nämlich nicht vor. Sagen Zweibeiner. Und man lässt sie ja gern in ihrem Glauben und … grün ist die Hoffnung. Aber bitte nicht für grüne Weihnachten, denn Schnee ist einfach schee!

Wir hängen hier noch ein bisschen ab, habe ich gehört. Angeblich kann man zu Hause nämlich nicht mehr schwimmen. Oder ohne Mantel rausgehen. Oder abends draußen sitzen. Bei aller Liebe: Sie sind schon Weicheier, diese Zweibeiner; vermutlich, weil es in ihrem Namen angelegt ist, ei, ei!

Ich hab geträumt, ich hätte es geschafft. Ich hätte mich hochgewedelt nicht über Betten, sondern in ein Zweibeinerbett! Man hat mich sogar zugedeckt und es gab Vorhänge, damit mein Schlaf nicht gestört wird. Aber dann bin ich aufgewacht und habe einen Riesenschreck gekriegt, weil das kein Traum war. Glaube ich. Was aber war dann der Traum und wo ist die Wahrheit und ist das dann die Wirklichkeit? Ich glaube, ich schlaf noch mal ein oder träume, dass ich schlafe.

Die Dinger heißen Dummie. Oder Dummy. Sehen aus wie eine Wurst, sind aber keine. Und dumm darfst du dafür auch nicht sein. Es braucht ganz schön viel Köpfchen, sprich Näschen, um sie zu finden. Aus dem Riechkolben hat sich übrigens unser Gehirn entwickelt, ja auch deines du Zweibeiner. Und du könntest geruchlich viel mehr wahrnehmen als du ahnst. Du bist fast so gut wie wir Vierbeiner. Aber du bist blind für diesen Sinn. Das ist jetzt kein dummer Witz, sondern Tatsache. Probier’s doch mal aus!

Das war so, dass SIE mich in der Waschanlage fotografieren wollte, und ich bin einfach liegen geblieben. Vermutlich hat sie in dem Tunnel, wo die Zweibeiner ihre Vierräder beobachten können, während sie gewaschen werden, wilder als die Lederlappen herumgefuchtelt. Dass ich mal aufstehen soll. Am Fenster winke-winke machen, also wedel-wedel. Bin ich vielleicht ein Wackeldackel?

Leute! Wir hatten zu tun. Aber jetzt sind wir wieder da.
… Müssen wir sagen, was wir gemacht haben?
Spinnst du!
… Und wenn sie es riechen?
Unwahrscheinlich. Die sehen uns nur als Foto.
Bist du sicher?
Nein. Es sind Zweibeiner. Da kann man nie wissen.

Okay, man muss sehr genau hinschauen, aber dann entdeckt man, dass ich genauso groß bin wie ein Kreuzfahrtschiff! Also ein Wal. Aber eben im Schafspelz. Ich habe ja jetzt schon ein paar Jahre Erfahrungen mit Zweibeinern gesammelt und stelle fest, dass alles, wirklich alles in deren Leben eine Frage der Perspektive ist. So dass man dann lieber nicht wissen will, dass man auf dem falschen Dampfer unterwegs ist. Deshalb bleib ich mal lieber schön am Strand. Auf dem Land.