Hundesänfte

Mit meinem neuen E-Bike bin ich sehr zufrieden, vor allem was die Qualität der Akkus betrifft. Es sind zwei Stück der Marke Powerleg. Vorteil: Hohe Tempo. Nachteil: Nach zwei, drei Stunden schwächeln sie. Ich hoffe, das kriegt der Hersteller noch in den Griff, sprich die Wade, sonst muss ich mal beißen.

Bienenhund

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind Spezialisten für verlorene Sachen. Aber wir finden auch Menschen. Sogar Tote. Erschnüffeln wir alles. Und Drogen und Geld und Sprengstoff. Auch total selten vorkommende fliegende Dinger wittern wir. Ist nicht ganz ungefährlich, die haben nämlich einen giftigen Reißzahn, genannt Stachel. Aber mein Platz hier im Gelb ist ideal. Gelb sind sie auch. Mit Schwarz drin. Bin gespannt, ob ich heute eine sehe. Gestern nix, vorgestern nix, vorvorgestern nix. Aber als Labradorin geb ich nicht so schnell auf. Ich bin fleißig wie eine … na, wie heißen sie gleich noch mal in menschlich … Ameise!

Strohhalme

Ich bin ja gegen Halme. Aber offenbar fürchten Zweibeiner zu verdursten, wenn sie auf ihre Halme verzichten müssten. Meiner Beobachtung nach gibt es tatsächlich welche, die ohne Strohhalm hilflos sind. Nun gibt es ja auch die Redewendung vom Strohhalm, an dem man sich aus dem Morast zieht oder so ähnlich. Ich schätze hier wachsen diese Halme. Hinter mir ist es ziemlich sumpfig. Aber Leute, ich brauch keinen Halm, um ans Trockene zu gelangen. Und ihr auch nicht, um Flüssigkeiten aufzunehmen. Ich glaub an euch, ihr schafft das!

Chef de Partie

Es gibt ein Oben auf der Welt. Da stehen die Sachen auf dem Tisch. Und ein Unten. Da kommt ziemlich wenig an. Außer man rempelt an ein Tischbein. Natürlich nicht absichtlich. Sondern weil man aus einem Traum aufgeschreckt ist. Da kann man nichts dafür. Und auch nicht für den Reflex, alles schnell sauberzumachen. Man weiß sich zu benehmen, man hat Manieren. Und dann liegt man zufrieden auf seinem Schaffell und in diesem Momenten ist unten ganz weit oben.

 

Hunde fischen

Nachdem das Mikroplastik alle unsere Frauchen und Herrchen dahingerafft hatte, bildeten wir Rudel wie unsere Ahnen. Die hatten jedoch keinen Schriftführer. Der Job blieb an mir hängen, weil mein Frauchen seinerzeit eine Autorin war. Hin und wieder fehlt sie mir. Dose war bequemer. Jagen ist anstrengend.  Ich vermute, sie fährt jetzt mit einem Plastikauto durch den Himmel. An die Hölle glaube ich nicht, weil das Auto da ja schmelzen würde. Wir hier fangen nun von vorne an. Jagen, fischen, man kennt das. In ein paar Millionen Jahren lassen wir uns dann wieder domestizieren. Oder wir versuchen es mal anders herum und domestizieren den Menschen. Womöglich wäre das eine nachhaltigere Lösung.

Hund hält Elfmeter

Allmählich mache ich mir Sorgen um meine Chefin. Ob sie Depressionen hat? Täglich hockt sie auf dem Sofa und starrt in diesen Kasten. Sie ächzt und stöhnt und schreit. Ob sie Schmerzen hat? Dort im Kasten laufen lückenhaft bekleidete Herren mit erhöhter Speichelabsonderung hinter einem Ball her. Ob sie verrückt sind? Denn sie apportieren ihn nicht. Beißen nicht mal rein. Laufen immer nur hinterher. Öfter mal fällt einer hin. Ein anderer pfeift ständig. Aber niemand bleibt stehen oder kommt her. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Vielleicht muss ich mich selbst mal in einen Kasten setzen, um ihre Aufmerksamkeit zurückzugewinnen? Als Muse kann ich nicht nur Elfmeter, ich kann auch Zwölfmeter!

Miss Lomax sitzt im Fußballtor und wird jeden Ball halten, denn sie ist die Muse der Schriftstellerin Shirley Michaela Seul, die unter www.flipper-privat einen beliebten Hundeblog führt, und das auch zur WM