
Keine Sorge, als Muse einer Hundekrimi-Schriftstellerin kenne ich mich aus. Ich mach dir einen schwarzen Balken vors Gesicht, dann weiß keiner, dass du das bist und was du machst.

Keine Sorge, als Muse einer Hundekrimi-Schriftstellerin kenne ich mich aus. Ich mach dir einen schwarzen Balken vors Gesicht, dann weiß keiner, dass du das bist und was du machst.

So lass ich mir den Sonntag gefallen. Schunkeln, schwimmen, Schpass. Vorne am Kiosk gibt es Würschtl. Vermutlich heißt mein Gefährt deshalb Senfte. Wobei es ja eher sanft ist. Ich frag mal meine Schriftstellerin. Ach so, Sänfte. Mir doch wurscht.

Wenn sie mich jetzt erwischt, erkläre ich ihr, dass sie viel günstiger wegkommt, wenn ich im Bett liege. Weil ich dann keine Rückenprobleme kriege und sie mit mir nicht zur Tierärztin muss. Außerdem träume ich besser, was bedeutet, ich bin ausgeglichener und zerfleische keine Stofftiere. So wird sie in der Haftpflichtversicherung nicht höher gestuft. Nach dem Ruhen im Bette fühle ich mich insgesamt wohler, was ihr zu Gute kommt. Man könnte sagen, ich erwache glücklich. Und das wiederum macht sie glücklich. BIn mal gespannt, was sie dann sagt. Da hab ich es ja nicht so leicht als Muse einer Schriftstellerin. Denn um Worte sind die nicht verlegen, aber ich bin auch nicht auf der Brennsuppn dahergeschwommen!

Ich finde das unverzeihlich! Als Hund werde ich diskriminiert, obwohl ich so fleißig bin in meinem Job als Muse der Schriftstellerin. Mein Kumpel legt sich hin, ich sitze – und wer macht keine Anstalten, auf den Fingerzeig zu reagieren: Das Reh.

Zweibeiner wissen mehr als Vierbeiner ahnen. Und weil ich als Muse an der Quelle sitze, habe ich meiner Schriftstellerin ein Buch diktiert. … Also ich finde es ist ganz gut geworden. Was meinst du? Ab morgen ist es im Handel.

Ich war’s nicht! Damit hab ich nichts zu tun! Als Hund einer Schriftstellerin weiß ich doch, dass Blätter tabu sind!
… War ich nicht super ausgebufft? Wenn die gute Fee zu mir kommen würde, hahaha, und mir drei Wünsche freistellen würde, würde ich mir würde, würde, würde, hätte und so weiter … unendlich viele Wünsche wünschen. Ja, das würde sogar klappen mit nur einem einzigen freien Wunsch, hoho! War ich vier oder sechs oder acht oder zehn, als ich diesen genialen Plan fasste? Bin ich zwanzig oder dreißig oder vierzig oder fünfzig und stelle fest, dass die Fee nie aufgekreuzt ist. Wahrscheinlich liegt es es daran, dass ich sie aufs Kreuz hätte legen wollen. Das mögen Feen nicht. Die haben’s nicht so mit Religion, eher mit Rehligionen. Weiterlesen
Als Kind stellte ich mir das Dasein einer Schriftstellerin, zu der ich heranwachsen wollte seitdem ich gehört hatte, dass ich einmal einen Beruf haben würde, sehr beschaulich vor. Ich würde in einem schönen Zimmer an einem schönen Schreibtisch sitzen und Geschichten erfinden, die ich mit einem gut flutschenden Kugelschreiber auf dickes Papier schreiben würde. Weiterlesen

Kann ich bitte noch ein Buch haben? Sie schmecken so gut! Und ich verspreche, ich beiße nicht in den Umschlag. Ich schleck die Seiten nicht weich. Ich kratz nicht auf dem Cover rum. Ehrlich! Weiterlesen
Aus der Schreibmaschine geplaudert
Manchmal, wenn Besucher mein Arbeitszimmer sehen, zucken sie ein klein wenig zusammen. Ich merke, dass sie die Ordnung dort zuweilen nicht mit ihrem Bild einer Schriftstellerin zusammenbringen. Weiterlesen