Schlagwort-Archive: Autorin

Hunde fischen

Nachdem das Mikroplastik alle unsere Frauchen und Herrchen dahingerafft hatte, bildeten wir Rudel wie unsere Ahnen. Die hatten jedoch keinen Schriftführer. Der Job blieb an mir hängen, weil mein Frauchen seinerzeit eine Autorin war. Hin und wieder fehlt sie mir. Dose war bequemer. Jagen ist anstrengend.  Ich vermute, sie fährt jetzt mit einem Plastikauto durch den Himmel. An die Hölle glaube ich nicht, weil das Auto da ja schmelzen würde. Wir hier fangen nun von vorne an. Jagen, fischen, man kennt das. In ein paar Millionen Jahren lassen wir uns dann wieder domestizieren. Oder wir versuchen es mal anders herum und domestizieren den Menschen. Womöglich wäre das eine nachhaltigere Lösung.

Spurensuche

Hund muss Speichelprobe abgeben auf www.flipper-privat.de

Nicht nur die Autorin recherchiert. Ich als Muse wollte auch mal wissen, wie das so ist, und habe mir freiwillig eine DNA Probe entnehmen lassen, wie es den Verdächtigen in ihren Krimis blüht. Jetzt bin ich gespannt, ob die Zweibeiner von der Spurensuche ebenso gute Schnüffler sind wie ich und meinesgleichen.

Buchtipp von der Tippse

Buchcover von Michaela Seul über Luna Seelengefährtin

Nein, ich bin es nicht. Aber ich könnte es ein. Models werden ja auch gefotoshoppt. Und Betrachter gefoppt. Aber Musen werden nicht ausgeknockt. Dafür sind sie viel zu ausgekocht!

Sagt eine, die es wissen muss nach über 80 veröffentlichten Büchern, die sie sich als Muse ausgedacht hat. Und dann von ihrer Tippse Autorin schreiben ließ. Ausgebufft!

Platzhalter

Wunjo von Stephanie Lang von Langen und Miss Lomax, die Muse der Schriftstellerin Shirley Michaela Seul

Das neue Jahr fängt an mit einem ersten freien Platz. Wir Hunde haben Manieren. Wir lassen den offen, denn in einer ausführlichen Wedelkonferenz haben Wunjo und ich beschlossen, darauf das neue Buch unserer Frauchen zu platzieren, das die beiden im Moment schreiben. Wir haben bereits einige Schnupperproben genommen und sind ebenso zufrieden wie mit dem ersten Buch. Ansonsten raten wir allen, das eine oder andere Plätzchen freizuhalten. Damit das neue Jahr weiß, wohin es seine Überraschungen packen soll. Oder der Hund es sich schnappen kann.

Schriftstellerin oder Autorin

Hauspost CoverbildIch war zehn oder elf Jahre alt, da wusste ich, was ich einmal werden will, wenn ich groß bin. Schriftstellerin, nicht Autorin. Das Wort war damals noch gar nicht fahrtüchtig. Ich stellte mir eine Dame vor, die in einem Zimmer voller Bücher saß und Kette rauchte, während sie auf ihre Schreibmaschine einhackte. Alles in allem eine recht ungesunde Lebensweise. Aber Autofahren ist auf Dauer auch ungesund. Ich bin dabei geblieben. Ich bin Schriftstellerin – und habe trotzdem ein Auto.

Der Duft der Buchstaben

Fast-Cover, Luna und Shirley im Garten

Ob sie jetzt gleich anders riecht, fragte ich mich, als ich merkte, dass sie die letzten Seiten des Ghostwritings in Angriff genommen hatte. Nicht mehr nach Ghost sondern nach Autorin? Aber wie riecht sie dann? Nicht mehr so trocken? Nein, papierern riecht sie nie, obwohl sie ständig schreibt. Fruchtiger? Nein, es liegt wohl an den vielen Zwischenüberschriften, die die Entfaltung der Textblüte für meinen Geschmack gestört haben. Am allerliebsten wäre es mir, sie würde als Schriftstellerin zum Beispiel riechen wie Wiener Würstchen. Oder Gulasch, roh. Auch ein Ochsenziemer würde mir schmecken. Aber ich bezweifle, dass sie nach gedrehtem Ochsenpenis riechen will. Weil für ihre unterentwickelte Nase stinkt das ja. Zweibeiner sind manchmal wirklich bedauernswert.