Schlagwort-Archive: Krimi

Buchstabennester

Das fragt sich der Betrachter beim Anblick von Miss Lomax, die zu der Autorin Shirley Michaela Seul gehört, die unter www.flipper-privat.de bloggt

©Silvana Brangenberg

Als Muse einer Schriftstellerin, die Krimis schreibt, muss ich mich manchmal verkleiden. Das gehört zum Job. So habe ich mich neulich als Fledermaus getarnt. Meine Kostümierung war so perfekt, dass es mir gelang, ein ganzes Buchstabennest auszuheben!

Waffelschein

Wirf dein Frauchen an die Wand, denkt Miss Lomax auf dem Hundeblog von Shirley Michaela Seul: www.flipper-privat.de

 

Und was soll ich jetzt machen? Wahnsinnig Angst kriegen weil meine Bezugsperson plötzlich ganz anders aussieht? Den Frosch an die Wand schmeißen? Für Prinzen interessier ich mich nur in der Rolle. Und sie hat manchmal einen an der Waffel. Was übrigens ihr Lieblingstippfehler ist, seit sie in einem ihrer Krimis schrieb: Hat er eine Waffel?

 

Kopfleichen

Miss Lomax ist mutig wie es sich für den Hund einer Krimiautorin gehört!

Nach dem letzten Blogeintrag hat man mir nahegelegt, mich an den Tierschutz zu wenden. Aber keine Sorge, Leute. Meine Chefin schießt zwar scharf, aber sie trifft auch. Bald erscheint unser vierter Krimi mit Flipper, Franza und Felix, und wenn ich jetzt rechnen müsste, wie viele Leichen sie schon auf dem Gewissen hat, dann würde mein Hirn den Apfel grillen.

Kripo- oder Kot-Beutel?

Miss Lomax durchschnüffelt ihre Hinterlassenschaftstüten für den Blog www.flipper-privat.de

Für mich ist Tüte wie Tüte. Es gibt allerdings solche, die man aus dem Fernsehen kennt. Von der KTU, der Kriminaltechnischen Untersuchung. Da kommen die Beweise rein. Und dann gibt es die anderen. Kot-Beutel. Da kommen auch Beweise rein.

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Putzen als kreativer Akt

Hauspost CoverbildIch bin Schriftstellerin und ich putze gern. Putzen ist Inspiration. Beim Putzen erfinde ich Geschichten und begegne neuen Figuren. Ich bücke mich tief in die Badewanne und schaue in die Abgründe der Menschheit, ich kniee auf dem Küchenboden und beschäftigte mich mit den existenziellen Fragen: Woher kommen wir, wohin gehen wir, was bleibt – bei mir jedenfalls bleiben keine Putzstreifen. Weiterlesen

Alle Vögel fliegen hoch

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Dies ist der Auftakt zur Flipper-Trilogie.  Denn irgendwann einmal dachte ich, dass ich als Hundebesitzerin gefährlich lebe. Ich könnte nicht nur versehentlich im Dickicht erschossen werden, ich könnte auch mal auf eine Leiche stoßen. Und schon fielen mir die ersten Sätze ein.

Nachfolgend der Anfang von Alle Vögel fliegen hoch

Die Leiche traf mich nicht unvorbereitet. Ich hatte mit ihr gerechnet. Schon seit Jahren, genauer gesagt seit drei Jahren. Wer einen Hund hält, muss mit einer Leiche rechnen. So steht es häufig in der Zeitung, Stichworte: Hundebesitzer, Wald, Spaziergang, Leichenfund. Ich hätte also eigentlich nicht überrascht sein dürfen. Ich hätte mir mehr Souveränität von mir gewünscht. Aha, jetzt bin ich also dran. Weiterlesen

Sonst kommt dich der Jäger holen

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Zum zweiten Fall für Flipper hat mich ein Ghostwriting inspiriert, das mich in die Welt der Russenmafia geführt hat. Ich habe also sozusagen beim Ghostwriting für meinen eigenen Kriminalroman recherchiert. Höchst angenehm!

Nachfolgend ein Textauszug mit aus Sonst kommt dich der Jäger holen

Flippers Schnauze steckte in einem Maulwurfhügel. Seine Pfoten wirbelten wie Trommelstöcke. Er machte einen Buckel, sprang mit allen Vieren hoch, peste auf mich zu mit seinem muskulösen lang gestreckten Körper, ein Galopper auf der Zielgeraden. Doch dann … was war das? Flipper ging durch! Mit langen Sätzen raste er am Waldrand entlang. Und war verschwunden. Weiterlesen

Warum Autoren zu den Großkopferten gehören

Hauspost CoverbildWer hat wann was gesagt und vor allem, noch viel wichtiger: Was hat er nicht gesagt? Wer war wann wo und hat behauptet, wo anders zu sein? Wie lag die Leiche? Wer hat was gegen wen und weiß es womöglich gar nicht?

Ich schreibe einen Krimi. Mein Kopf wird immer größer, breiter, dicker. Ich merke mir die Augenfarben, Sprechweisen, Angewohnheiten, Familienverhältnisse, Jobs – die Leben von rund zwanzig Personen und was passiert, wenn sie aufeinander treffen. Was passieren könnte. Das alles soll dann irgendwie aufgehen. In einem schönen Krimikuchen.

Im Moment geht noch allein mein Kopf auf. Deshalb gehören Schriftsteller ja auch zu den Großkopferten Leider zahlt sich das nicht aus. Höchstens in Gehirnzellen, und dafür kann man sich in der Regel nichts kaufen. Bald passe ich nicht mehr durch die Tür meines Arbeitszimmers. Ich werde für immer hier bleiben. Dort beginnt dann der nächste Krimi. Mein erster vor vielen Jahren, längst nicht mehr lieferbar, hieß übrigens Kopflos. Da wusste ich schon, worauf es ankommt!