Archiv des Autors: Luna

Über Luna

Die Muse der Schriftstellerin Michaela Seul kann sich über Stoffmangel nicht beklagen, denn ihr Studiensubjekt hat rund 70 Bücher in verschiedenen Genres veröffentlicht. Eines handelt von Luna. Darüber hinaus arbeitet Shirley Michaela Seul erfolgreich als Ghostwriterin. Womöglich beschäftigt Luna selbst einen Ghostwriter in ihrer Blog-Wurst? Gib gern deinen Senf dazu auf www.flipper-privat.de! Bloggende Hunde beißen nicht!

Feldforschung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fällt dir was auf? / Ziemlich heiß heute. Mir hängt schon die Zunge raus. / Hechel mir kein Ohr ab, denk mal nach. / Okay, mach ich. Und jetzt? / Wir sind eine Randgruppe. / Heißt? / Muss ich noch drüber nachdenken.

 

 

Liebe mit Wellengang

In diesem Buch habe ich einige meiner Erfahrungen als Ghostwritern zu einem Sommerroman am See verarbeitet. Meine Heldin ist Ghostwritern, sie hat einen Hund namens Motte – und der schnappt sich eine appetitliche Beute, der auch Sinah nicht widerstehen kann …

 

 

 

Wie sich die beiden kennenlernen:

Wir kamen zu einer Art Lichtung, dort lagen kunterbunt Segel und Bretter, Masten und Rucksäcke, Klamotten und Decken, Schuhe und Handtücher von den Surfern und Kitern. Mindestens zwei Dutzend Männer – ich sah ausschließlich Männer, viele jünger als ich, aber auch ein paar ältere – waren damit beschäftigt, sich aus Neoprenanzügen zu schälen, umzuziehen, Segel durch die Gegend zu tragen und zusammenzurollen. Ein Segel knatterte laut. Motte machte einen Satz und weg war sie. Sie verschwand irgendwo im Unterholz – und dann tauchte sie wieder auf – mit fetter Beute im Maul. Sie schleppte einen ausgewachsenen Mann hinter sich her. Ich traute meinen Augen nicht. Mein Hund, die Bestie? Der Mann, den sie im Maul hielt, war ungefähr dreimal so groß wie Motte, doch sie schleppte ihn unverdrossen zum Ufer. Motte hatte bereits beide Beine amputiert. „Aus, Motte!“, rief ich. Keine Reaktion. „Aus!“, brüllte ich. Keine Frage, das war die Pubertät. Und gleich mitten rein ins Vergnügen. Wir erregten Aufmerksamkeit. Grinsend beobachteten einige der Surfer den Hund. Da hatte Motte ein Einsehen und legte mir brav die Leiche vor meine Füße. Ich bückte mich, um einen eventuellen Schaden zu begutachten, da schnappte sich Motte den Neoprenanzug und düste erneut davon. Neben mir ertönte ein Schrei. Motte rannte mit dem Anzug ins Wasser und hinter Motte her spurtete ein – das war mein erster Gedanke – Unterhosenwerbungskörper. Mindestens 1,85, wenn nicht größer, muskulöse, goldbraune Beine, sehr schmale Hüften, knackiger Po, v-förmiger Oberkörper, der in breiten Schultern mit formvollendet schönen Kugeln mündete, eine Armmuskulatur zum In-die-Knie-Sinken, schulterlange blonde Haare mit Dreadlocks. Und dann drehte er sich um. Blau. Zwei blaue Sterne oder Sonnen oder Diamanten oder Lichter. Alles blau, viel zu blau, weiche Knie, Blaulicht. Hilfe. Weiterlesen

Tarifvertrag für Hunde

Wind auf www.flipper-privat.de

Das war ein Sonntag und ich habe keinen Feiertagszuschlag bekommen. Es war menschlich heiß und ich habe kein Eis gekriegt. Sollte posen, gut aussehen und gut gelaunt sein. Obwohl ich keine Lust hatte. Werde jetzt einen Brief an Wau.di schreiben und mich bei meiner Gewerkschaft beschweren. Vielleicht gibt’s ja einen neuen Tarifvertrag. Ich stell mir so an die zwanzig Prozent mehr Futter vor. Plus bezahlten Urlaub und einem prinzipiellen Fotografieverbot für schwarze Hunde.

Hunde hinter Gittern

Foto von www.flipper-privat.de

 

So sieht die große Freiheit in Berlin aus. Für mich als Landei sind das schwedische, sprich Berliner Gardinen! Am besten ihr kommt mal zu uns. Da ist der Auslauf ein Freilauf. Und es gibt nirgendwo Zäune, von denen man Streits abbrechen kann. Dafür allerdings auch keine Mülleimer neben Parkbänken, deren Wareneingang man kontrollieren kann …

Steinschleuder

Steine auf www.Shirley-michaela-Seul.de

Zweibeiner sind schon merkwürdig. Diese Steine da. Hat sie von einem fernen Kontinent mitgebracht vor vielen Jahren als ich noch in Abrahams Wurstkessel schwamm. Und jetzt werden sie bei unseren Gassis durch die Gegend geschleudert. Da frag ich mich als Hund: Was soll das? Jetzt weiß ich es. Sie will die Archäologen der nächsten Jahrtausende verwirren. Als wären die aus der Steinzeit!