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Lovelybooks – Rezension: Viel Wind um Frizz

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Unterhaltsame Sommerlektüre für zwischendurch – mit witzigen Einblicken in die Welt der Ghostwriter und die Surferszene. Die Autorin versteht den Umgang mit einem locker-flockigen Sprachstil.

 

Das ist ja mal eine tolle Überschrift für eine Buchbesprechung: Aus dem leben einer liebeskummergeplagten Ghostwritern. Danke, Wortschöpferin Marie!

Und hier geht’s zur Rezension bei Lovelybooks in die Lesestunde von Marie

Eine Textprobe aus „Viel Wind um Frizz“  gibt’s in der Leserei

Geisterparty

Hauspost CoverbildIrgendwann einmal will ich alle, für die ich als Ghostwriterin arbeitete, zu einer Party einladen. Rund fünfzig Gäste kommen da zusammen, ein illustres Publikum. Vom Pathologen zum Popstar, von der Olympiasiegerin zum Geheimdienstagenten, von der Feuerwehrkommandantin zum Professor für forensische Psychologie. Ich mag sie alle. Denn ich habe ja eine Weile in ihren Leben gewohnt. Manche ließen mich auch in ihre Seele schauen. Man muss dazu also auf keine Coach zur Psychotherapie und auf keinen Stuhl zur Beichte. Geister schweben, Geister schreiben, Geister schweigen.

Birgit Schrowange ist mir wurst

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Zuerst fand ich es ja nicht so toll, dass sie ohne mich zu Birgit Schrowange nach Köln gefahren ist. Zumal die ja auch einen Hund hat. Und ich als Muse sollte ja nicht getrennt werden von meiner Schriftstellerin. Aber jetzt, wo das Buch erschienen ist und die Bestsellerliste stürmt, ist mir das auch wurst. Hauptsache ich bin beim nächsten Ausflug dabei. Wir fahren jetzt dann nach Berlin und ghosten den  berühmten … ach, das darf ich ja noch nicht verraten. Und als Hund kann ich sowieso nicht reden.

Verfolgen und Verhören

Schwarzer Labrador im Porträt, Miss Lomax am Starnberger See, schöner Hund, Labrador badet gern und führt einen Hundeblog unter www.flipper-privat.de

Oft kommen die Leute, für die sie als Ghostwriterin arbeitet, zu uns nach Hause. Sie wollen sich dann immer gut mit mir stellen. Sie denken, wenn sie nett zu dem Hund sind, schreibt seine Chefin besser. Recht haben sie. An mir kommt keiner vorbei! Derzeit arbeitet sie an einem Buch über einen Wirtschaftsdetektiv. Sein Handy klingelt. Er hebt ab, hört zu, dann sagt er „Abbruch. Sofort.“
Sie findet so was cool und spannend. Weil sie gleich eine Geschichte dahinter wittert. Doch eigentlich sind das nur zwei Wörter. Und ich für meinen Teil habe keine Stimme am anderen Ende der Leitung gehört. Aber ich kann mich ja auch mal verhören. Hören wie folgen. Verhören wie Verfolgen. In diesem Sinne: Abbruch. Sofort!

Alltag mit Leichenflecken

_MG_3900Gestern habe ich einen interessanten Mann getroffen: Einen sehr erfolgreichen, international tätigen Detektiv. Auch das liebe ich an meinem Beruf: Dass ich so viele interessante Menschen kennenlerne und mehr noch: In ihre Seelen blicken darf als Ghostwriterin. Und ganz nebenbei fallen für mich auch immer großartige Informationen ab. Wenn ich wissen möchte, wie Leichenflecken genau aussehen, was der Unterschied zwischen Verhör und Vernehmung ist, wie es klingt, wenn ein Schädel aufgeschnitten wird, wie viel Handschellen wiegen … dann rufe ich einfach meine lieben Partner an und rede mit Kriminalkommissaren, Tatortreinigerin, Rechtsanwältin, Leichenpräparator … und bald auch mit einem Detektiv. So gefällt mir die Recherche. Du, sag mal, wenn sich einer in den Mund schießt, wie sieht der Tatort denn dann aus? Alltag einer Krimiautorin. Alles andere als grau. Eher rot. Blutrot.