Schlagwort-Archive: Verlag

Bänker oder Professor für Forensik

Hauspost CoverbildNeulich fragte mich mal wieder jemand, ob ich eigentlich wüsste, wer ich bin. Nun, das kann man natürlich fast jeden fragen – und wer weiß das schon. Aber bei einer Ghostwriterin ist das nicht indiskret. Letztes Jahr Tatortreinigerin, heute Fernsehmoderatorin, dazwischen Hundetrainerin, dann Kriminalhauptkommissar, Fotomodell im Rollstuhl, Bankräuber, Panikpatientin, da verliert man schon mal die Orientierung. Deswegen brauche ich zwischen zwei Büchern eine Pause, in der ich mich schüttle wie ein nasser Hund. Das war diesmal nicht möglich. Freitagmittag Manuskript an einen Verlag geschickt, Freitagnachmittag Treffen in einem anderen Verlag für das nächste Projekt. Mit dem neuen Partner. Und so kam ich in den Genuss, der keiner war, zwei Tage nicht zu wissen, ob ich jetzt Multimilliardär bin oder Professor für Forensik. Die meisten Leute meinen, ersteres wäre besser. Ich bin mittlerweile ganz in den Professor eingetaucht und will nicht tauschen. Das wird ein sehr, sehr spannendes Buch. Gibt’s dann ungefähr in einem Jahr im Handel … und ich bin neugierig, wer ich bis dahin noch gewesen sein werde.

Segel gesetzt!

Hauspost CoverbildWenn die Menschen, für die ich als Ghostwriterin Bücher schreibe, dann die gedruckten Bücher in den Händen halten, ist das immer ein großer Moment für sie. MEIN BUCH! Ich erinnere mich noch sehr gut an diesen magischen Moment, als ich mein erstes Buch in Händen hielt. Nach mittlerweile 70 veröffentlichten Titeln ist die Aufregung nicht mehr so groß, normalerweise.

Doch diesmal ist alles anders. Mein erstes E-Book hat für ganz schön viel Herzklopfen gesorgt. Zwar gibt es alle meine gedruckten Bücher auch als E-Books, doch das hat der Verlag gemanagt. Dieses hier habe ich ganz allein aufgetakelt. Und noch dazu ein wunderschönes Segel, das Cover von Carola Vogt und Peter Boerboom, um damit in See zu stechen.

Cover des Romans Viel Wind um Frizz der Autorin Michaela Seul, die hiermit ihr erstes E-Book vorlegt, bei dem sie wie immer ihre Muse, der schwarze Labrador Miss Lomax unterstützt hat, der normalerweise für ihre Flipper-Serie verantwortlich zeichnet

Viel Wind um Frizz erinnert mich jetzt an jene Zeiten, als ich noch nicht vom Schreiben lebte, sondern einen sogenannten Brotberuf als Werbetexterin hatte. Damals war ich absolut frei, was mein Schreiben betraf. Konnte schreiben, was ich wollte. Und es war wunderbar. Kein Verlag wollte was von mir, nun, es wollte auch fast kein Verlag was von mir … Und jetzt bin ich gespannt, wie dieses Buch Fahrt aufnehmen wird. Die Segel sind gehisst.