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Klagelied der Kladde

_MG_3900Früher nie ohne Notizbuch aus dem Haus. Später mal Diktiergerät. Dann Handy. Jetzt denke ich manchmal: Wenn eine Idee  wirklich gut ist, vergesse ich sie nicht. Ich habe noch einen ganzen Schrank voller alter Notizbücher. Keines ist so schön wie das selbstgemachte, das ich vor zwei Jahren zum Geburtstag geschenkt bekam. Eine Freundin hat meine Buchcover darauf verewigt. Ich war so gerührt, dass ich lange nicht wusste, was ich in das Büchlein reinschreiben soll.  Nun habe ich es endlich eingeweiht.

Shirley

Segel gesetzt!

Hauspost CoverbildWenn die Menschen, für die ich als Ghostwriterin Bücher schreibe, dann die gedruckten Bücher in den Händen halten, ist das immer ein großer Moment für sie. MEIN BUCH! Ich erinnere mich noch sehr gut an diesen magischen Moment, als ich mein erstes Buch in Händen hielt. Nach mittlerweile 70 veröffentlichten Titeln ist die Aufregung nicht mehr so groß, normalerweise.

Doch diesmal ist alles anders. Mein erstes E-Book hat für ganz schön viel Herzklopfen gesorgt. Zwar gibt es alle meine gedruckten Bücher auch als E-Books, doch das hat der Verlag gemanagt. Dieses hier habe ich ganz allein aufgetakelt. Und noch dazu ein wunderschönes Segel, das Cover von Carola Vogt und Peter Boerboom, um damit in See zu stechen.

Cover des Romans Viel Wind um Frizz der Autorin Michaela Seul, die hiermit ihr erstes E-Book vorlegt, bei dem sie wie immer ihre Muse, der schwarze Labrador Miss Lomax unterstützt hat, der normalerweise für ihre Flipper-Serie verantwortlich zeichnet

Viel Wind um Frizz erinnert mich jetzt an jene Zeiten, als ich noch nicht vom Schreiben lebte, sondern einen sogenannten Brotberuf als Werbetexterin hatte. Damals war ich absolut frei, was mein Schreiben betraf. Konnte schreiben, was ich wollte. Und es war wunderbar. Kein Verlag wollte was von mir, nun, es wollte auch fast kein Verlag was von mir … Und jetzt bin ich gespannt, wie dieses Buch Fahrt aufnehmen wird. Die Segel sind gehisst.