Schlagwort-Archive: Vegetarier

Ochsenschwanz

 

Hier genießt der schwarze Labrador Miss Lomax, der einen Hundeblog führt unter www.flipper-privat.de, und der Autorin Shirley Michaela Seul gehört, einen Ochsenziemer den er anlässlich seines ersten Geburtstages erhalten hat

Es gab viel Widerspruch auf einen meiner Blogbeiträge  aus dem Mai: „Warum Hunde nicht folgen“. Deshalb jetzt mal eine Stellungnahme; im Liegen und mit Beispielen. Wenn ein Hund Sausage heißt – weil er Gourmet ist. Wie klingt denn das, wenn quer durchs Revier es schallt: Sositsch! Und das tönt ja nach Bundesland auch noch gesteigert saumäßig. Ich kenne auch Artgenossen, die heißen Banane oder Hirse oder Nutella. Leute, wir sind keine Vegetarier. Ich lass mir hier zum Beispiel einen lang gezogenen und gedrehten Ochsenpenis schmecken. Es ziemte sich nicht, mich deshalb Ochse zu rufen.

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Ghostwirting: Rein ins Gekröse

Hauspost CoverbildBeim Ghostwriting verschwinde ich als Person mit allen meinen Vorlieben und Abneigungen. Ich knipse mich quasi aus. Und darf überhaupt nicht eitel sein. Außerdem muss ich mein Gegenüber mögen. Wenn man es blöd findet, arrogant oder neidisch ist, weil er oder sie mehr Geld und weniger Pickel hat, wird kein gutes entstehen Buch. Die Haltung zum Gegenüber ist zwischen den Zeilen spürbar.

Ein Beispiel: Wenn eine Vegetarierin die Lebensgeschichte eines Metzgers aufschreiben sollte, muss sie die genauso aufschreiben, wie er das empfindet. Das bedeutet, sie muss während des Schreibens zu einer Person werden, die Fleisch liebt, vielleicht sogar eine Ode an den Blutgeruch beim Schlachten verfassen, sinnliche Freude daran nachempfinden können, Wurst herzustellen, also tief hineingreifen ins Gekröse. Wenn sie ihre eigene Überzeugung – eine kritische Haltung zum Fleischgenuss – in das Buch einfließen lässt, dann mischt sie sich ein. Die Wurst schmeckt nicht mehr.

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