Schlagwort-Archive: Mutter

Lieber spät als nie

Natürlich liebe ich alle meine Kinder gleich. Aber bei diesem ist das Herzblut noch ein bisschen dicker!

 

 

Die Ehemannzipation

„Diana, ich ess’ jetzt ein Käsbrot“, sagt mein Vater, und meine Mutter bereitet es ihm mundgerecht zu.

„Diana, ich trink jetzt einen Kaffee“, sagt mein Vater, und mein Mutter setzt Wasser auf. Vor vielen Jahren schob ich mir im Beisein meines Vaters einmal ein Bonbon in den Mund. „Für mich auch“, bat er. Ich reichte ihm eines, er legte es auf die Zunge und rief empört: „Da ist ja noch Papier dran!“

Ich bin eine von sehr vielen, gehöre zu einem geburtenstarken Jahrgang. In meiner Kindheit saß der Mann am Steuer. Papa bestimmte die Route des Familienschiffs und hatte das Ruder in der Hand, Mama ordnete sich unter beziehungsweise schob Papas Ruder mit Charme und Diplomatie in die von ihr gewünschte Richtung. Weiterlesen

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Milchwelt

Hundewelpen an der Tankstelle auf www.flipper-privat.de

Sie hat meiner Mutter den Kopf abgeschnitten. Aber was will man von einer Krimiautorin schon erwarten. Andererseits hat sie damit Einklang von Stil und Inhalt bewiesen. Denn ehrlich gesagt war ich auch eher an der Zapfsäule als am Kopf interessiert. Aber so ist es auch bei kleinen Zweibeinern, wenn die Welt aus warmer Milch und weichem Busen besteht, unbefellt. Wir sind uns gar nicht so unähnlich. Wollen leben, essen, spielen, froh sein mit unseren Mitsaugern.

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Welpen sind wie Bücher

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Ich bin ja Muse. Meine Schwester Justy ist nun Mutter. Ich schreibe Bücher. Sie schreibt Stammbäume. Das heißt, sie muss die Protagonisten nicht erfinden, sie bringt sie komplett auf die Welt.  Sieben Stück auf einmal. Und jeder ist anders. Jeder ist ein eigenes Buch und wird gelesen von seinen zukünftigen Zweibeinern … und schreibt Geschichten … Hab’s ein schönes langes gesundes glückliches Leben meine Weffen und Wichten!

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Mogli

41pmibzA2eL._SL160_ Kopie_sEin Buch, das viele Menschen bewegt hat und auch auf der Spiegel Bestsellerliste landete. Was Aljoscha egal sein dürfte. Manuela Kuffner, Moglis Mutter, erzählte mir die Geschichte ihres Sohnes, der schön und wild wie Mogli ist – und unberechenbar.  Manuela Kuffners Liebe ist stark genug, um für dieses außergewöhnliche Kind zu kämpfen, auch wenn sie das zeitweise mit sozialer Isolation bezahlt. Eine mutige Frau, ein toller Mogli!

Nachfolgend der Anfang von Mogli als die Welt noch in Ordnung ist …

Prolog

Aljoscha. Wir nennen dich Mogli. Du hast wunderschöne schwarze Augen, eine Haut wie Milch und Honig und dein Lachen kommt aus tiefster Seele. Ob es wohl Menschen gibt, die am falschen Platz geboren werden? Du scheinst manchmal eher in einen Urwald zu gehören, an einen Ort ohne Regeln und Gesetze; inmitten der Natur. Am liebsten läufst du barfuß und nackt, auch im Winter. Du verspürst wahrscheinlich wenig Schmerz. Wahrscheinlich ist ein Wort, das wir ständig gebrauchen, denn wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass du anders bist. Weiterlesen

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