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Schnitzen, Schreiben, Schustern

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Angeblich kann man sich Männer ja schnitzen und die Welt zurechtbiegen. Schuster bleib bei deinen Leisten, Schriftstellerin bleib bei deinen Buchstaben. Ich schreib mir einen Traummann in ein wunderbares Leben hinein und manchmal bringe ich auch jemanden um.

Der Tod des Messbechers

Hund frisst Messbecher flipper-privat.de

Ich kann nichts dafür. Ich habe mir das Ding nicht vom Tisch geholt. Sie haben es mir unter den Tisch gelegt. Weil sie ein schlechtes Gewissen haben, weil sie sich die ganze Sahne allein reinpfeiffen. Ich habe ihnen nicht gesagt, dass sie dann rausgehen sollen ohne mich. Mir war eben langweilig. Und ein bisschen angefressen war ich auch, weil ich immer nur die Reste kriege. Hätte ich den ganzen Becher Sahne gekriegt hätte ich den Becher am Leben gelassen. Vielleicht.

Wetten, dass …

_MG_3900… die Schriftstellerin bald grüne Pickel bekommt? Wetten, dass wird also abgesetzt. Das Flakschiff des ZDF. Oder Flaggschiff? Und früher wurde Wetten, dass mit scharfem S, also ß geschrieben … und ich schaute es im elterlichen Wohnzimmer an. Heute habe ich es schon lange nicht mehr gesehen, aber in meinen Thriller eingebaut, den ich gerade schreibe. Auf Seite 13 passiert etwas bei Wetten, dass – was mit einem Mord zu tun haben könnte. Wetten, dass ist tot. Ein Mord wird immer wahrscheinlicher. Denn ohne Wetten, dass funktioniert mein Plot nicht.

Ich fange also noch mal von vorne an. Das ist übrigens nicht das erste Mal, seit sie uns AutorInnen zum Beispiel die Telefonzellen weggenommen haben, Dreh- und Angelpunkte so vieler Plots. Weil sie Raritäten waren. Oder kaputt. Oder besetzt. Und deswegen geschah der Mord, konnte keine Hilfe geholt werden, traf nicht rechtzeitig ein, erstickte das Opfer ….

Allmählich gewinne ich den Eindruck, der technische Fortschritt sei ein Angriff auf die schreibende Zunft. Oder ist es ein Belastbarkeitstest? Ach, wir werden das schon schaffen. Kreative schaffen alles, wetten, dass …