Schlagwort-Archive: Ghostwriting

Wer lügt, sagt die Wahrheit

Hauspost CoverbildDas Buch, das ich im Moment in Zusammenarbeit mit dem führenden Professor für forensische Psychologie schreibe, begeistert mich. Unser Thema ist die Erinnerung, die Lüge, die Scheinerinnerung. Oft sagen Menschen im Umfeld eines Verbrechens nicht willentlich die Unwahrheit. Sie glauben sich an etwas zu erinnern, was aber nie stattgefunden hat.

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Ein Hund ist ein Herz auf vier Beinen

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Dieses Buch habe ich meiner Chefin eines nachts in den Kopf verpflanzt. Sie hat brav gefolgt und es dann auch problemlos apportiert. Jetzt hat sie es aus dem Fang gegeben und abgelegt. Man kann es aufnehmen – in Buchhandlungen und im Internet. Man kann es auch teilen. Oder reinbeißen. Oder als Kopfkissen verwenden. Aber zum Ausruhen habe ich als Muse keine Zeit. Ich bin längst unterwegs zu neuer Beute! Mögen andere Essen fassen oder das Leben. Alles eins. Alles Buch. Mit Herz.

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Männer sind anders, Autos auch

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Das Buch war ein richtiger Sommerhit und stand wochenlang auf der Bestsellerliste. Damals war die Welt für den ADAC noch sonnengelb und der Himmel blau. Ich hatte viel Spaß beim Schreiben – und kann, ohne rot zu werden, behaupten, einen echten Engel zu kennen.

Nachfolgend einige Textauszüge aus Männer sind anders, Autos auch

… Als ich in Memmingen ankomme, ist dichter Nebel aufgezogen. Ich wähle die im Display notierte Handynummer mit ausländischer Vorwahl meines nächsten Havaristen. „Kommen Sie, wir warten“, tönt eine raue Stimme mit vielleicht osteuropäischem Akzent aus der Freisprechanlage. Weiterlesen

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Ich sehe das, was ihr nicht seht

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Pamela Pabst war mittlerweile in fast jeder deutschen Talkshow und verblüffte die Zuschauer. Ja, sie ist blind. Und ich habe selten einen so fröhlichen Menschen getroffen – obwohl der Lebensweg der einzigen von Geburt an blinden Rechtsanwältin in Deutschland  alles andere als einfach war.

 

Nachfolgend ein Textauszug, in dem die blinde Pamela Pabst Auto fährt

Vollgas!

Ich liebe Autofahren und fiebere dem Moment entgegen, wenn ich selbst am Steuer sitzen darf. Zusammen mit dem Fahrlehrerverband, Blinden- und Sehbehindertenvereinen und einigen Sponsoren findet der Aktionstag Blind am Steuer in zahlreichen Bundesländern statt. Für mich ist Autofahren pure Freude. Allerdings fühle ich mich nicht größer oder schöner, wenn ich hinterm Steuer sitze. Aber für viele blinde Männer bedeutet Autofahren mehr – wie auch für sehende. Und deshalb ist es schmerzhaft für sie, darauf zu verzichten. Bei Blind am Steuer können sie ein bisschen auftanken. Manche steigen an Ende weinend aus dem Auto, so aufgewühlt sind sie. Weiterlesen

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Partner auf Leben und Tod

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Vier Diensthunde haben den Polizisten und Hundeführer Elmar Heer in seinem Polizeialltag begleitet. Er erzählte mir die spannendsten  Geschichten, die er mit seinen vierbeinigen Ermittlerkollegen erlebte, die in so manchem Fall ihr Fell für ihn riskierten.

Nachfolgend Textauszüge aus Partner auf Leben und Tod

Nebenjobs eines Hundeführers

Wer sich mit Hunden auskennt, weiß auch mit anderen Tieren umzugehen. Dieser Meinung sind die meisten Funksprecher der Einsatzzentrale und beordern uns Hundeführer zu Einsätzen, bei denen Pfoten keine Rolle spielen. Wie in diesem Spätdienst: „Ein großer Hund läuft auf dem Seitenstreifen der A 73, Höhe Anschlussstelle Fürth-Poppenreuth.“ Gefährlich nicht nur für den Hund, sondern auch für die anderen Verkehrsteilnehmer. Immer wieder kommt es zu Unfällen durch Ausweichmanöver oder fürsorgliche Autofahrer, die anhalten und ein Tier retten wollen. Weiterlesen

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Mein Leben mit den Toten

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Zirka 25.000 Leichen lagen nackt vor Alfred Riepertinger auf dem Edelstahltisch. Für dieses Buch brauchte ich harte Nerven. Aber als Krimiautorin schätze ich natürlich solche Hintergrundinformationen.

Nachfolgend ein kurzes Kapitel aus Mein Leben mit den Toten. Zart Besaitete scrollen lieber weiter.

Die geplatzte Leiche

Der Leichnam des Iren, der in München verstorben war, sollte in seine Heimat geflogen werden, wo seine Familie ihn bestatten wollte. So etwas ist nicht ungewöhnlich. Pro Jahr landen und starten rund 5.000 Tote am Münchner Flughafen. Aus irgendeinem Grund, der später, als das Entsetzliche geschehen war, nicht nachvollzogen werden konnte, wurde der Leichnam des Iren nicht in den Frachtraum des Flugzeuges geladen, auf den er eigentlich gebucht war. Die Mitarbeiter der Cargogesellschaft stellten die neutrale Holzkiste, in der sich der Sarg befand, in den Eingangsbereich einer Lagerhalle. Die Tür stand offen. Es war Juli. Ein heißer Sommer, und erbarmungslos brannte die Sonne vom strahlend blauen Himmel. Direkt auf die Holzkiste. Weiterlesen

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Dem Leben auf den Fersen

 

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Kurt Peipe starb an dem Tag, an dem sein Buch erschien. So lange wollte er noch durchhalten. Und er hat auch ein Exemplar in Händen gehalten. Die Begegnung mit diesem Mann gehört zu den bewegendsten, die ich als Ghostwriterin erleben durfte. Das Buch, es ist mittlerweile in mehrere Sprachen übersetzt, hat viele Menschen berührt. Kurt Peipe hat sie berührt.

Nachfolgend ein Link zum Buch, das der Droemer Knaur Verlag online gestellt hat. Dem Leben auf den Fersen

Und hier noch ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung über Kurt Peipe.

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Ich weiß, was du mir sagen willst

 

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Ich habe Stephanie Lang von Langen gleich verstanden und im Lauf der Arbeit an diesem Buch dann auch meinen Hund immer besser.  Die Dolmetscherin für Hunde hat eine unvergleichliche Art, die Kommunikation zwischen Mensch und Hund zu erklären.

Nachfolgend zwei Textauszüge aus Ich weiß, was du mir sagen willst

Die Hunde der Masai

Als ich im letzten Februar wieder einmal in Afrika war, unterhielt ich mich in Kenia in einem Nationalpark mit einem Mann, der dort arbeitete. Seite an Seite beobachteten wir zwei Hunde, die miteinander spielten. In Kenia gibt es augenfällig zwei Kategorien von Hunden. Wachhunde, meistens Rassehunde, vor allem Schäferhunde, Dobermann, Rottweiler, Ridgebacks, die auf ein Grundstück aufpassen. Weiterlesen

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Der Verhör-Spezialist

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Eine Ghostwriterei, in die ich „meinen“ Kriminalhauptkommissar Felix Tixel hineingeschrieben habe, der ja ebenfalls bei der Kripo in Fürstenfeldbruck arbeitet. Manchmal denk ich, wenn ich ihn nur oft genug in wahre Bücher schreibe … irgendwann gibt es ihn in echt. Dieter Bindig, der echte Kriminalhauptkommissar, hat mir erzählt, wie es bei der Kripo wirklich zugeht.

Nachfolgend ein Textauszug aus dem Buch Der Verhör-Spezialist

Ein Messer, fünf Männer, eine Frau und eine Brücke

Es war ein heißer, trockener Sommer gewesen, und obwohl sich den viele gewünscht hatten, jammerten alle. Auch nun, wo an den Abenden allmählich eine feuchte Kühle vom Fluss in die Stadt zog, wurde gejammert. Weil der Sommer viel zu schnell in den Herbst kippte. Weil es schon merklich früher dunkel wurde. Wer abends Eis essen ging, nahm eine Jacke mit in diesen ersten Septembertagen. Weiterlesen

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Heimatroulette

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Durch 160 Länder ist sie gereist, weil sie wissen wollte, woher sie stammt. Ich durfte Sarah Fischer begleiten auf ihrer Suche nach ihrer Herkunft.

Nachfolgend der Anfang von Heimatroulette

Prolog

„Ätsch, bätsch, das ist gar nicht deine Mama!“

Ich war vier Jahre alt, und wie jedes Kind wünschte ich mir, so zu sein wie alle. Dazuzugehören.

„Chinese, Chinese!“

Der dicke Junge aus dem Nachbarhaus war, wenn er Glück hatte, eine dicke Nudel. Wenn er Pech hatte: ein Fettsack. Er konnte abnehmen. Ich konnte mir die Haut nicht vom Körper schälen.

„Deine Mama sieht ganz anders aus als du, ätsch, bätsch!“

Meine Mama war die schönste Mama der Welt. Ihre Augen waren blau und ihre Haare blond. Meine Augen waren dunkel und meine Haare auch. Und dann war da noch etwas mit meinen Augen. Sie waren Schlitze. Niemand von den anderen Kindern hatte Schlitze, keine Mama und kein Papa meiner Spielkameraden. Die Schlitze gingen nicht weg. Egal, wie ich zog und bog. Meine Augen wurden nicht rund wie die der anderen. Weiterlesen

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