Schlagwort-Archive: Buch

Bücherlaib

Hauspost CoverbildNoch ein Grund, warum ich Bücherlaibe vorziehe. Altes Brot ist nahrhaft. Aus gelesenen Büchern fallen zuweilen Erinnerungen. Gestern eine Bordkarte. Mensch, da war ich ja auch mal. Aus dem Nichts materialisierte sich der ältere Herr, der auf dem Flug neben mir gesessen war. Ich hatte ihn vergessen geglaubt. Aber ein Haus, ein Buch verliert nichts.

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Zum Abheben: Beim Lesen landen

Hauspost CoverbildZurzeit recherchiere ich für ein Sachbuch und lese viel. Was gibt es zu dem Thema, das ich beschreiben werde. Ich habe lange nichts mehr gelesen, was ich als Buch bezeichne. Ein Buch ist eine eigene Welt. Ich war lange nicht mehr in einer anderen Welt. Sachbücher mögen einem auch Welten erschließen. Aber nicht die Welt. Endlich nehme ich mal wieder ein Buch zur Hand. Ich bin ganz sicher, dass es darin eine Welt gibt. Doch sie bleibt mir verschlossen. Bis ich merke: Ich habe das Lesen verlernt. Ich tauche gar nicht ein. Ich lese nicht tief, sondern flach. Ich suche Informationen, anstatt Impressionen. Ich gehe mit dem Hund raus. Fange danach noch mal klein an als ABC-Schützin und hoffe auf Besserung. Abends immerhin: Ein Blick durchs Schlüsselloch.

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Das Herz eines Buches

_MG_3900Da trifft man sich mit der Programmleiterin, um über ein Exposé zu sprechen, alles scheint klar – und zwei Stunden später hat man ein anderes Buch verkauft als ursprünglich vorgeschlagen. Ich liebe diese Brainstormings, wenn Bücher schon ganz am Anfang, noch gar nicht auf der Welt, eben mal befruchtet, zeigen, dass vom Moment der Idee an ihr kleines Herz zu schlagen beginnt.

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Das selbst erlegte Buch schmeckt besser?

Hauspost CoverbildDrei Tage Urlaub irgendwo, zwei Bücher im Gepäck, echte. Physische, wie man sagt. Also zwei Leiber dabei. Der eine ist mir zu jung, wie ich schnell merke.  Die Haut noch zu milchig, keine Tätowierungen des Lebens. Den anderen Leib verschlinge ich. Sehe zwischendurch nach, der Autor hat noch einige weitere Bücher geschrieben.

Fahre mit dem Rad in die Stadt. Frage in der ersten Buchhandlung. Natürlich führen sie Bücher des Autors, aber nicht dieses. Gehe in die nächste Buchhandlung und in eine dritte. Werde nervös. Ich will, will, will genau dieses Buch. Jetzt. Für den Nachmittag am See. Und wie ich so durch die Stadt radle an diesem Sommermorgen, denke ich, das ist das Schöne an den physischen Büchern du musst sie mit deinem eigenen Leib erjagen. Und als ich das Buch in der vierten Buchhandlung bekomme, strahle ich die Frau an der Kasse an. Es ist mein Hauptgewinn für heute, es wird den Tag noch schöner machen. Mit einem Klick auf dem Reader hätte ich so einen Kick nicht nicht erlebt.  Ich war auf der Pirsch, habe gelauert, angelegt, erlegt.  Jetzt kann ich ausweiden und einverleiben.

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Beute im Netz

Ich selber bin eher der brachiale Reißzahn-Typ. Als Zweibeiner bist du wahrscheinlich eher ein Klicker. Du schickst eine Maus los, Links zu erlegen und ihnen dann mit dem Curser die Halsschlagader zu durchtrennen, bevor du die Seiten ausweidest. Ich habe ein Geschenk für deine Maus. Kostet dich keine Mäuse. Für die Freundinnen und Freunde dieses Hundeblogs  gibt es das neueste Buch von meiner Chefin zum Runterladen. Hier geht’s zum kostenlosen Download

Viel Wind um Frizz wird in einem Artikel im Starnberger Kreisboten vorgestellt, es ist das erste E-Book der Autorin Michaela Seul, die man auf dem Foto mit ihrem Hund Miss Lomax sieht, einem schwarzen Labrador, der auch einen Hundeblog führt unter www.flipper-privat.de

 

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Leseschwäche

_MG_3900Natürlich lese ich viel zu wenig. Es fehlt die Zeit, weil ich dauernd am Schreiben bin. Eine Freundin, sie liest sehr langsam und nicht gern, hat mal gesagt, mein Output pro Jahr würde sie an ihre Grenzen bringen. Das war in dem Jahr, als ich sieben Bücher schrieb. Mir ist aufgefallen, dass ich mich oft an den Ort, wo ich ein Buch gelesen habe, erinnere. Manchmal habe ich den Inhalt des Buches vergessen, weiß aber noch, wo ich es las. Wo hast du welches Buch gelesen?

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Agility

Sie überlegt ja gerade, was gut für mich wäre. Klavier und Ballett bleiben mir erspart, weil ich die Pfoten nicht wunschgemäß spreizen oder spitzen kann. Chinesisch und japanisch brauche ich auch nicht lernen, weil ich noch mit Zweibeinsprech beschäftigt bin, glaubt sie. Agility wird mir wohl auch nicht offeriert, wie ich in ihrem Buch LUNA SEELENGEFÄHRTIN gelesen habe. Dabei könnte mir das Spaß machen. Besonders die dortige Währung:  Weiterlesen

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Vorsätze

Jetzt haben sie sich ja wieder Vorsätze überlegt, die Zweibeiner. Was alles anders werden soll im nächsten Jahr. Und sie glauben tatsächlich, das klappt. Obwohl es erfahrungsgemäß nie klappt – und dann müssen wir wieder ran und irgendwas anstellen, dafür womöglich auch noch Schimpfe kassieren, bloß damit sie vernünftig werden. Zum Beispiel ihre Smartphones knacken (Vorsicht! Nicht schlucken, nur beißen!), damit sie endlich mal entspannen können.  Und vielleicht dazu die folgende kleine Geschichte lesen aus dem Buch „Luna Seelengefährtin“, für das ich als Muse verantwortlich zeichne.

Das Adressbuch

Luna war zirka fünf Monate alt, da wachte ich von einem seltsamen Geräusch auf. Ich hatte geträumt, es würde Cornflakes regnen und ordnete das Bild nun dem Geräusch zu. Passte irgendwie. Aber .. was war das? Von unten knisperte und knasperte es weiter. Ich schlug die Decke zurück. Stille. Dann begeistertes Tapsen und Trapsen zur Treppe, hecheln. Luna außer sich vor Freude, Begeisterung, Überschwang. Bloß weil ich aufstand. Das war schon herzerfrischend rührend. Über Nacht war sie wieder ein paar Zentimeter gewachsen. Sprang und tanzte und wedelte, als müsste sie unser ganzes Dorf mit Strom versorgen. Keine Spur schlechten Gewissens.

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Covergirl

Okay. Ich hätte genauso aussehen können wie auf dem Buchcover. Aber ich wollte nicht. Labrador Miss Lomax der Autorin Michaela Seul mit dem Buch Luna Seelengefährtin, flipper-privat.de

Ich habe einen Arbeitsvertrag als Muse, nicht als Model. Da führt für mich kein Weg hin. Ich will dreimal täglich einen vollen Napf, nicht bloß ein paar Karotten knabbern. Ich will fetzen, nicht flanieren und für Frisuren interessiere ich mich nur, wenn sich jemand Honig in die Haare geschmiert hat. Oder wenn ich eine Leiche mit aufgeplatztem Schädel finden würde. Kann ja noch kommen. Der, für den ich kreativ zuständig bin, ihr Buchhund Flipper, hat auch irgendwann im Wald eine Leiche gefunden. Hast du einen Hund, musst du mit einer Leiche rechnen, schreibt sie. Bist du ein Hund … ich bin ja mal gespannt, was wir noch alles erleben werden.

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Stoff sammeln

Hunde spielen miteinander, Miss Lomax lernt Knurren, flipper-privat.de

Hatte einen ersten Workshop im Knurren und Klappe aufreißen bei Alma. Ist gut gelaufen. Wir könnten dann auch mal im Zirkus auftreten, meinte meine Chefin. Ja, wenn sie weiterhin so wenig arbeitet, nur immer mir zusieht, werde ich das wohl bald in Erwägung ziehen müssen. Noch ist mein Napf nicht gefährdet, doch allein vom mich Anschauen schreibt sich noch kein Buch. Was Argumente betrifft, ist sie allerdings nicht auf die Klappe gefallen, keine Ahnung, welche Kurse sie da belegte. Sie sagte neulich: Als die Haushälterin von Marcel Proust ihn ermahnte, nicht immer so viel auszugehen, und sich endlich einmal einer ernsthaften Arbeit zu widmen, habe er erwidert, das alles sei Stoffsammlung. Heute wissen wir, sage sie, weil sie das weiß, ich nicht, dass er nicht gelogen hat. Womöglich stoffsammelt sie an mir auch? Das wäre mir unangenehm, schließlich bin ich es doch, die an ihr Stoff schnüffelt. 

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