Nachlese

Dass Hunde Kindern beim Lesen lernen helfen, ist bekannt, es gibt mittlerweile schon Organisationen, die leseschwache Kinder mit zuhörstarken Hunden zusammenbringen. So hören meine Kumpels und Kumpelinnen sich dann Pippi Langstrumpf und Harry Potter rauf und runter an. Das wurde mir leider vorenthalten, verschont werde ich nicht: Wann immer sie ein Buch fertig hat, liest er es ihr nämlich vor. Was mich langweilt. Ich weiß längst, was sie geschrieben hat, genau genommen weiß ich es bereits, bevor sie es schreibt, denn mal unter uns: Wer wohl stöbert die Buchstabenfährten auf?

Labrador an Leine, Luna mag keinen Leinenzwang, flipper-privat.deWie man sieht, bin ich heute ein wenig ergraut und deprimiert: Seit einigen Tagen bekomme ich gelegentlich aus der Zeitung vorgelesen. Es wird ein Leinenzwang für die Münchner Hunde diskutiert – und in München sind wir manchmal unterwegs. Danach raucht mir stets der Kopf, das ist quasi ein Bildungsgassi, so viel muss ich da auf den Straßen auf-lesen. Ehrlich gesagt: Ich bin für den Leinenzwang. Aber es muss Ausnahmen gegeben wie mich. Doch manche Herrchen und Frauchen, die ihre Gefährten nicht im Griff haben, sollen an die Leine. Damit wäre uns allen sehr geholfen. Wir Hunde könnten uns sicher fühlen und die Zweibeiner würden Disziplin lernen. Übrigens sagt die Größe nichts über die Gefährlichkeit eines Hundes aus. Nicht umsonst gibt es den Begriff vom Wadlbeißer. Dazu bin ich entschieden zu groß, und wenn ich mich bücke, dann um zu lesen, nicht zum zu beißen.

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Über Luna

Die Muse der Schriftstellerin Michaela Seul kann sich über Stoffmangel nicht beklagen, denn ihr Studiensubjekt hat rund 70 Bücher in verschiedenen Genres veröffentlicht. Eines handelt von Luna. Darüber hinaus arbeitet Shirley Michaela Seul erfolgreich als Ghostwriterin. Womöglich beschäftigt Luna selbst einen Ghostwriter in ihrer Blog-Wurst? Gib gern deinen Senf dazu auf www.flipper-privat.de! Bloggende Hunde beißen nicht!

6 Gedanken zu „Nachlese

  1. Gitti

    Liebe Luna,
    vermutlich ist es dir nicht so erinnerlich, da 1.) schon längere Zeit her und 2.) nur selten vorgekommen, aber auch du warst Zuhörhund für einen kleinen Jungen. Leider seid ihr dann ja weg gezogen, sonst hätte die „Therapie“ sicher früher gegriffen *hihi* Aber wie auch immer, jetzt liest er jedenfalls – wenn auch nicht enthusiastisch, aber man darf nicht alles wollen.
    Liebe Grüße aus Schöff**** (du erinnerst dich wieder? 🙂

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    1. Luna Beitragsautor

      Da bin ich ja fast gekränkt in meiner Hundeehre! Ja natürlich erinnere ich mich. Das ist mein Freund dort gewesen, mein bester Freund, der Simon. Im Buch ALLE VÖGEL FLIEGEN HOCH habe ich ihn kleiner Simon genannt. Also ich habe das der Chefin so eingegeben. Zur Verfremdung.

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  2. Rinee

    Liebste Luna, ich freue mich ja schon so sehr dich in naher Zukunft wieder zu sehen.
    Zum Thema Leinenzwang und nicht hören muss ich jetzt auch einmal meinen Senf zur noch heißen Wurst dazugeben. Das ganze ist mir nämlich erst heute passiert. Du kennst mich ja; ich höre schon, aber nicht sofort. Meine heimliche Chefin versteht manchmal nicht, dass ich ihr Rufen sehr wohl vernommen habe, aber noch mitten im Spurensatz stecke und den Satz nur schnell fertig lesen wollte. Ich komme dann ja immer. Wenn sie besonders gute Leckerlies dabei hat, unterbreche ich sogar mein Spurenlesen und komme sofort, beim ersten Rufen. Irgendwie macht sie das wohl glücklich. Sie strahlt dann so. Dabei war doch eh immer alles gut und ich hatte alles unter Kontrolle. Ich habe so das Gefühl, dass sie mir den Job streitig machen will und selbst alles kontrollieren möchte. Das wird noch ausdiskutiert!
    Jedenfalls habe ich beim Gassi gleich drei hübsche Kollegen gesehen und bin zu ihnen gelaufen, weil ich sie begrüßen wollte. Ich stand da und habe brav vor den Hunden gewartet, habe nicht einmal ein ganz kurzes „Hallo-Schnuppern“ gemacht und das „Begleitung“ von den dreien war super ängstlich, hatte total den Stress und hielt ihre Freunde krampfhaft am Halsband fest. Meine Chefin hat mich zwar gerufen aber ich bin nicht gekommen, weil sie war ja eh schon im Anmarsch und ich habe ja nichts gemacht, nicht einmal geschnuppert. Und was war dann: Sie hat mich geschimpft weil ich nicht gehört habe, dann angeleint, Leckerlies gab’s auch nicht und sie musste sich noch blöd von der „Begleitung“ anreden lassen. Ich verstehe das nicht. Ich wollte nur freundlich Hallo sagen. Wenn die 3 Kollegen mich nicht gemocht hätten, wäre ich doch sowieso wieder gegangen. Ich mag keinen Streit und verstehe immer gar nicht wenn alle so unentspannt sind. Die anderen Hunde wollten auch Hallo sagen, durften aber nicht. Komische Welt. Bei den Zweibeinern ist es doch auch unhöflich, wenn man sich beim Vorbeigehen nicht grüßt. Ich muss das noch einmal mit meiner Chefin besprechen.

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    1. Flipper-Franza Beitragsautor

      Das ist ja saublöd gelaufen Rinee. Tut mir echt leid. Wenn man so brutal an Leckerlis vorbeigeschrammt ist, obwohl man eigentlich alles richtig gemacht hat, ist das schon schwer zu verdauen. Ich halte dir die Pfoten, dass du morgen absahnst! Würde eventuell teilen. Muss aber noch drüber schlafen. Servus, die Luna.

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  3. Aebbie

    Hallo Luna!
    Ich kann dich so gut verstehen! Hier bei uns in Essen gibt es auch den Leinenzwang – und rate mal, wer sich nicht dran hält! Genau, die Hunde, die nicht gehorchen. Es trifft halt immer die Falschen! Ich wäre letztens sogar fast gebissen worden, und noch nichtmal danach kam der Hund an die Leine. Mein Herrchen konnte mich noch so gerade an der Leine hochziehen (naja, besser gewürgt, als gebissen).
    Liebe Grüße,
    Aebbie (Rauhhaardackel)

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    1. Flipper-Franza Beitragsautor

      Du hast ja eine erfrischende Lebensanschauung, Aebbie, lieber gewürgt als gebissen, aber natürlich hast du Recht! Aber auch ein Rauhaardackel kann sensibel sein, wie ich weiß, es steckt nicht in jedem ein Rauhbein, ob nun mit oder ohne H! Liebe Grüße: Luna & Chefin

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